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Ägypten - Monumente

Fotoschau: Fotos anklicken!


Kairo und Umgebung   Luxor und Umgebung   Assuan und Umgebung   Abu Simbel

 

Im März 2001 habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und mich auf die Spuren der Pharaonen begeben. Natürlich ist über Ägypten schon alles gesagt und geschrieben worden, aber jeder Besucher sammelt in diesem Land ganz individuelle Eindrücke und Erfahrungen. Ein noch so anschauliches Buch kann das eigene Erleben nicht ersetzen. Das fängt in der Megastadt Kairo mit ihren unglaublichen Verkehrsströmen an und endet sicher nicht bei den bekannten Altertümern. Ende März war es schon recht warm in Ägypten. So konnte ich zusammen mit einer sehr netten Reisegruppe und einem engagierten Reiseleiter den Aufenthalt genießen und zahlreiche Fotos mit nach Hause nehmen.


Kairo und Umgebung

 

Ägyptisches Museum Kairo   top

Das Ägyptische Museum in Kairo ist natürlich eine wichtige Adresse für alle Ägyptenbesucher. Und es lohnt sich wirklich, denn es ist das größte ägyptische Museum der Welt. Der alte, angegriffene Museumsbau allerdings ist von der Größe und Bedeutung der Ausstellung völlig überfordert. Die Ausstellung wirkt zum Teil regelrecht vollgestopft. Doch die Highlights gleichen diesen Nachteil schnell wieder aus. So hat man die kompletten Beigaben des berühmten Tutenchamun-Grabes ausgestellt. Und es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, in der Mumienkammer den sterblichen Überresten des großen Ramses gegenüber zu stehen.

 

Pyramiden   top

Die Pyramiden – Symbole Ägyptens schlechthin und das wichtigste Ziel eines jeden Ägypten-Besuchers. Die Fotos täuschen aber immer ein wenig. Die Pyramiden stehen nicht mehr frei auf dem Plateau, auf dem sie einst errichtet wurden, sondern sie sind eingekeilt in die Vorortbebauung von Kairo. Die Cheops-Pyramide und die Mykerinos-Pyramide können von innen besichtigt werden. Steht man direkt auf der Mitte einer Pyramidenseite und schaut nach oben, so sieht man nicht einmal die Spitze, sondern nur den puren Steinberg. Bei der Chefren-Pyramide ist im oberen Teil noch die ursprüngliche glatte Verkleidung vorhanden, die alle Pyramiden einst hatten und diese vermutlich noch imposanter erscheinen ließen. Die Verkleidungsplatten sind im Lauf der Jahrhunderte für andere Bauten zweckentfremdet worden.

 

Pyramidenbesichtigung   top

Ich hatte mir vorgenommen, mich in Giseh möglichst lange und intensiv umzuschauen. Leider war die Reiseplanung so, dass der Aufenthalt dort absolut kurz war - zu meiner großen Enttäuschung. Nach meiner Beschwerde beim Reiseleiter deutete dieser aber an, dass am Tag vor der Abreise (wir waren dann wieder in Kairo) noch genügend Zeit sei. So machte ich mich dann mit zwei Mitreisenden am letzten Tag noch einmal per Taxi zu den Pyramiden auf. Es sollte sich lohnen. Denn diesmal konnte ich die Cheops-Pyramide von innen besichtigen, was nicht an allen Tagen möglich ist, da die Besucherzahlen von der Altertums-Verwaltung begrenzt werden. Für klaustrophobische veranlagte Menschen ist ein solcher Einstieg aber nicht geeignet. Trotz einer inzwischen installierten Klimanalage ist es absolut stickig im Innern der Großen Pyramide. Auch sind viele Gänge und Durchgänge sehr eng. Man hat tatsächlich ständig das belastende Gefühl der gewaltigen Steinmassen, die einen umgeben. Aber es ist ein unglaublicher Eindruck, inmitten von fast 5000 Jahren Geschichte zu stehen. Als ich die Cheops-Pyramide verließ, waren meine Kleider schweißgetränkt von der dumpfen Luft und der Anstrengung. Dennoch bin ich dann gleich hinüber zur Mykerinos-Pyramide gegangen, um auch diese zu besichtigen. Im Gegensatz zur Cheops-Pyramide führen hier die Gänge in den Untergrund. Bedauert habe ich eigentlich, dass man nicht mehr auf die Pyramiden steigen darf. Sicher nicht ungefährlich, aber ich hätte es dennoch gerne getan.

 

Spinx   top

Die Fotos sind etwas dunkel geworden, weil sie in der Abenddämmerung entstanden. Der Sphinx, dessen Ursprung und Bedeutung bis heute im Dunkeln liegen, erscheint dadurch aber vielleicht noch etwas geheimnisvoller. Deutlich sieht man jedoch die Schäden, die die Figur davon getragen hat. Die Mameluken benutzten den Sphinx als Zielscheibe und zerschossen sein Gesicht. Die bekannten Fotos des Monuments täuschen immer ein wenig. Der Sphinx steht nicht frei im Gelände, sondern ist eingebettet in eine Mauerkonstruktion direkt am Straßenaufgang zur Cheops-Pyramide.

 

Sakkara   top

In Sakkara steht die erste Pyramide Ägyptens: die Stufenpyramide des Pharaos Djoser. Im Umfeld entstanden zahlreiche ähnliche Pyramiden und Mastabas, u.a. die Unas-Pyramide.


Luxor und Umgebung

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Luxor-Tempel   top

Der Luxor-Tempel liegt direkt im Kern von Luxor (dem ursprünglich südlichen Teil von Theben-Ost) an der Uferpromenade, von der man die imposante Säulenreihe sieht. Die islamischen Herrscher haben nicht gezögert, mitten in diesen Tempel hinein eine Moschee zu bauen. Der Luxor-Tempel war mit dem Tempel in Karnak durch eine 2 km lange Sphingen-Allee verbunden, deren Anfang am Haupteingang zu sehen ist. Hier erhebt sich auch der von Ramses II erbaute Pylon mit seinen kolossalen Figuren, hinter dem der erste Hof mit Statuen Ramses´ II liegt. Anschließend folgen Säulengang und Hof von Amenophis III. Natürlich ist auch so manches Standbild dem Zeitlauf oder Bilderstürmern zum Opfer gefallen. Es war im alten Ägypten durchaus üblich, dass die Pharaonen die Hinterlassenschaften ihrer Vorgänger zerstörten oder auf sich umdeuteten.

 

Karnak   top

Auf Grund seiner Dimensionen und seiner Bedeutung wird der Bezirk von Karnak auch als das "Rom des alten Ägyptens" bezeichnet. Hier stand zwei Jahrtausende lang das größte Heiligtum Ägyptens. Über diesen Zeitraum hinweg wurde auch an Karnak gebaut. Fast alle Könige des pharaonischen Reiches haben seit der Gründung von Karnak hier ihre Artefakte hinterlassen.

 

Ausgehend von einer Widderallee staffeln sich gleich 6 Pylone hintereinander, weitere 4 ordnen sich nach Nordosten hin an. Beim ersten Rundgang hat man den Eindruck eines endlosen Steingebirges, das sich rechts und links auftürmt. Auch für die Wissenschaft ist die Systematik dieser Stätte noch nicht völlig erschlossen, da man mit einer Dokumentation erst vor zwanzig Jahren begonnen hat.

Die Ausmaße der Bauwerke sind zum Teil unbegreiflich, allein die Säulenmaße und die riesigen Obelisken, von denen einer heute in Paris auf der Place de la Concorde steht, ist atemberaubend. Nicht minder beeindruckend sind die überall gegenwärtigen, in Stein gemeißelten Hieroglyphen, die handtief sind und ganze Wände bedecken. An einigen Deckenstürzen sind noch die Originalfarben aus der Ramseszeit erhalten.

 

Sichtbares Zeichen der wissenschaftlichen Aufarbeitung: ein Wandrelief wird auf eine Folie übertragen.

 

Tal der Könige   top

In den Tälern der Königinnen und Könige überkommt einen Gefühl dafür, wie sehr hier die Arbeiter an den Grabanlagen geschuftet haben müssen.  Die Landschaft ist absolut karger, harter Felsen. Während der Besuch in den allerersten Morgenstunden noch erträglich ist, steht die Hitze in diesen Tälern gegen Mittag förmlich zwischen den Felswänden. Und auch am Morgen ist es in den Gräbern recht stickig, weil kein Lüftchen weht.

 

Berühmte Grabanlagen liegen links und rechts des Weges. Es erstaunt die große Zahl der zu besichtigenden Grabanlagen, mehr noch aber die Zahl der überhaupt vorhandenen. Viele der Gräber wurden sorgfältig restauriert, wobei man vielfach die wertvollen Wandbemalungen durch Glasscheiben geschützt hat. Das berühmteste Grab zu besichtigen lohnt allerdings kaum, die Hinterlassenschaften von Tutenchamun befinden sich alle im Museum in Kairo. Ein zweites berühmtes Grab – das der Ramses-Gattin Nefertari – ist absolut sehenswert, kostet aber ein erhebliches Eintrittsgeld.

 

Hatschepsut   top

Der Tempel der berühmten Pharaonin ist eines der beeindruckendsten Bauwerke. Er wirkt durch seine Einbettung in die umgebende Bergkette unglaublich erhaben. Der Anblick ist für den Wanderer, der aus dem Tal der Könige über die Bergkette kommt, einfach grandios. Das architektonische "Styling" ist erstaunlich modern. Die Zeichnungen an den Tempelwänden sind in den Originalfarben erhalten geblieben. 1997 wurde hier ein entsetzliches Attentat auf Touristen verübt.

 

Ramses   top

Das Ramesseum ist die Tempelanlage Ramses II. in Theben-West. Dieser Tempel ist stark zerstört. Eine kolossale Statue Ramses II. (liegend) ist im Museum von Memphis zu besichtigen.

 

Memnon-Kolosse   top

Die Memnon-Kolosse sind das Wahrzeichen von Theben-West (am anderen Nilufer von Luxor). Es sind die letzten – außer einer Stele und einigen Säulenbasen – sichtbaren Überreste des Millionenjahrhauses Amenhoteps III., des größten je in Ägypten errichteten Tempels.


Assuan und Umgebung

 

 
 

 

Philae   top

Philae ist eigentlich eine beim Aufstauen des Wassers versunkene Insel im Gebiet des Nassersees zwischen altem und neuem Damm. Man hat – ähnlich wie bei Abu Simbel – die Insel völlig neu aufgebaut einschließlich der landschaftlichen Nachgestaltung. Die Bauten auf der Insel selbst sind z. T. griechisch-römischen Ursprungs, wie man an der Architektur unschwer erkennt. Der Kiosk ist Griechisch, die Kapitelle, so genannte Kompositkapitelle, stammen aus der Ptolemäer- und Römerzeit. Auf Philae gibt es davon einige besonders schöne Beispiele.

Unzählige Personenschiffe, die die Touristen zur Insel übersetzen, schaffen Arbeitsplätze.


Abu Simbel

 

 
 

 

Abu Simbel   top

Die im Zuge der Aufstauung des Nils geretteten und wieder aufgebauten Tempel Ramses II., die dieser für sich und seine Lieblingsfrau Nefertari baute, sind in Abu Simbel zu besichtigen. Man muss aber erst einmal dort hinkommen. Von Assuan gehts per Flieger, das ist teuer. Oder mit dem Bus, das ist mühsam. Zwischen Assuan und Abu Simbel - nichts als Gegend - fragt man sich immer wieder, wie die alten Ägypter diese Strecke bewältigt haben mögen.

 

Da sämliche Touristen – ob per Flugzeug, Bus oder Schiff – zur gleichen Zeit einfallen, ist der Ansturm entsprechend groß.

Das Äußere der Tempel ist geprägt von den kolossalen Figuren. Das Innere der Tempel ist bedeckt mit Wandmalereien. Neben Darstellungen der ägyptischen Mythologie ist ein immer wiederkehrendes Motiv der starke Pharao: der König erschlägt einen Feind.