Einleitung
In diesem Kapitel geht es um eines der wichtigsten Themen für Bands überhaupt: die Bandanlage. Denn ohne Verstärkung kommt heute selbst eine Folk-Gruppe kaum mehr aus, sobald sie sich auf eine Bühne stellt.
Zwar gibt es auch Veranstalter, die eine komplette Saalbeschallung bereit stellen, aber das ist die Ausnahme. Vielfach ist es sogar so, das eine Band an dem Aufwand gemessen wird, den sie mit ihrer Anlage betreibt. An solchem Hype muss man sich nicht beteiligen. Fakt ist aber, dass eine gut eingestellte Bandanlage, bedient von einer für den Sound verantwortlichen sachkundigen Person, entscheidend zum Gelingen eines Auftritts beitragen kann. Das Publikum quittiert es dankbar, wenn es nicht mit Soundbrei zugedröhnt wird, sondern Gesang und Instrumente trennscharf in HiFi-ähnlicher Qualität zu orten sind. Das wird häufig selbst bei Top Acts nicht genügend beachtet. Ich habe mal die Rolling Stones in der Dortmunder Westfalenhalle erlebt und war fassungslos. Da wurde eine gigantische Anlage auf etlichen Tiefladern herbeigekarrt und das Klangerlebnis war wirklich Müll. Pink Floyds "The Wall" in derselben Halle war im Vergleich dazu Musik wie von einem anderen Stern. Es kann also nicht schaden, wenn Musiker(innen) sich nicht einfach die Teile hinstellen, sondern sich mit dem beschäftigen, was da technisch und akustisch eigentlich passiert. Am Ende kann dabei sogar manche Mark gespart werden, wenn man sich etwa seine Kabel selber lötet oder durch Sach- und Fachkunde Fehlkäufe vermeidet.
Vor dem Kauf
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Oberstes Prinzip einer Kaufentscheidung sollte immer Qualität vor Quantität sein. Es macht wenig Sinn, fünf Verstärker der völlig neuen (und unbekannten) Marke "DRÖHN" anzuschaffen, die dann auch so klingen, wie sie heißen und von denen niemand weiß, wie lange sie ihr Gedröhn aushalten. Ein Verstärker der Sorte "SOLIDE UND BEWÄHRT" bringt vermutlich sehr viel mehr Ausgewogenheit und Druck im Sound und der Service ist gewährleistet. Fazit: Sonderangebote und "Superneuheiten" meiden!
Wahnsinnsleistungsangaben sagen kaum etwas aus. Wichtig ist das Prinzip der Signalverarbeitung, die Art der Schallwandlung und der Wirkungsgrad der Lautsprecher (siehe Lautsprecher). Ein kleiner Kofferverstärker mit einem Verstärkerteil in Röhrentechnik und einem Markenlautsprecher mit hohem Wirkungsgrad bringt allemal mehr Leben und Power in einen Gitarrenklang als ein Riesenturm mit Billigstbestückung in Transistortechnik in tollen Popfarben des Versandhauses "SCHNELL". Und was nützen schon 400 Watt, was nützt ein tolles Exponentialhorn für die Bassanlage, wenn der Übungsraum gerade mal 20 qm misst? Außerdem lassen sich kleine Anlagen gut transportieren. Fazit: Immer auf dem Teppich bleiben! Einsatzzweck und -ort der Verstärker überlegen!
Anschaffungen sollten sich daran orientieren, wie groß die Band sein (werden) soll. Dabei ist zu beachten, dass nach Möglichkeit mindestens jede Instrumentengruppe eine eigene unabhängige Verstärkung besitzt. Es ist schlecht für das Klangbild, wenn zum Beispiel der Bass mit einem anderen Instrument ein und dieselbe Anlage benutzt. Eher ist es möglich, zwei Gitarren in einen Verstärker zu führen oder zwei Keyboards. Gemischt führt zum Klangbrei. Überhaupt sollte der Gesang im Idealfall immer unabhängig allein verstärkt werden, denn Sänger haben es in einer Band wohl am schwersten, sich durchzusetzen. Fazit: Klarheit im Klang vermeidet Machtkämpfe!
Je nach Etat wäre zu überlegen, ob von Anfang an ein Mischpult eingeplant wird, das später bei Auftritten im Saal aufgestellt werden kann. Dazu benötigt man zusätzlich ein langes Bühnenkabel (Multicore) und eine Stagebox. Es gibt so genannte Powermischpulte, in die ein Verstärker schon eingebaut ist, so dass nicht noch zusätzlich Endverstärker (Endstufen) gekauft werden müssen. Wenn Mischpult, dann natürlich auch spezielle Boxen zur Saalbeschallung (Fachbegriff: PA=Public Adress). Für leichten Transport und problemlose Anwendung sollte man kompakte Mehrwegboxen in Erwägung ziehen. Sie haben gegenüber den großen Mehrwegsystemen den Vorteil, dass bei ihnen die Zusammenschaltung über Frequenzweichen und der Mehraufwand für die Gesamtverstärkung (mehrere Endstufen) entfällt. Fazit: Vorausplanen!
Mindestens für den Gesang werden Mikrofone benötigt. Diese solltet ihr nicht beim Elektronikladen an der Ecke kaufen (im Dutzend billiger!), denn die dort angebotenen sind für Bandzwecke selten geeignet und klingen oft wie Telefonkapseln. Alle Markenhersteller von Mikrofonen haben in ihrer Angebotspalette auch erschwingliche Typen mit guten Werten. Aber schafft nur Mikros an, die eine ausgesprochene Richtcharakteristik haben (Superniere), da sonst im Übungsraum das Übersprechen (also die Einstreuung) anderer Instrumente in die Gesangsmikrofone zum Problem werden kann (Schlagzeug verdrängt die Stimme, Rückkopplungen). Fazit: Lieber ein Mikrofon für 100
EUR als zehn für 10 EUR!
Mischpult
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Früher setzte man Gesangsverstärker für die Saalbeschallung ein. Das waren Geräte, die vielleicht vier Eingänge für Mikrofone aufwiesen, ein paar Regler, sowie einen - für heutige Verhältnisse denkbar schwachen - Endverstärker in Röhrentechnik. Wem die Zahl der Eingänge nicht ausreichte, und das war nicht selten der Fall, der musste auf die allseits beliebten Y-Kabel zurückgreifen (zwei Kupplungen, parallel geschaltet), mit denen man dann zwei Mikros an einen Eingang anschloss. Das Ganze wurde mit möglichst viel Hall oder Echo "veredelt". Heutige Musiker sind anspruchsvoller geworden. Zu einem guten Sound gehört ein
Mischpult. Der "Mixer" ist zur Schaltzentrale moderner Bandanlagen geworden.
Die Entwicklung von der Röhrentechnik über die Transistortechnik bis hin zu den heutigen integrierten Schaltkreisen hat es möglich gemacht, leistungsfähige Elektronikeinheiten auf kleinem Raum unterzubringen. Davon profitieren auch Amateurmusiker. Sie können mit kleinen Mischpulten anfangen, die - verglichen mit früher - in ihren Regelmöglichkeiten luxuriös wirken. Dabei unterscheidet man zwischen einfachen Pulten und so genannten Powermixern, die bereits einen Stereoverstärker enthalten.
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Kleinmischpult Spirit Folio |
Ein kleines Mischpult mit sechs bis zwölf Eingangskanälen kann das Bandleben schon sehr erleichtern. Einzelne Mikrofone und besonders hervorzuhebende Instrumente können hier zusammengefasst und in ihrer Gesamtlautstärke und ihrem Klang abgemischt werden. Solche Kleinmixer stellt man am besten auf der Bühne auf und lässt sie von einem Mitmusiker bedienen, wenn man noch keinen Bandtechniker hat.
Mit steigenden Anforderungen wachsen Pult und Zahl der Eingangskanäle. Dies kann ein aktiver Musiker nicht mehr kontrollieren. Der Mixer kommt in den Saal und ein weiteres Bandmitglied mit gutem Gehör und Sinn für Klang und Technik muss für die Bedienung her.
Grundsätzlich sollte jede über das Mischpult geführte Tonquelle einen eigenen Kanal mit Lautstärke- und Klangregelung bekommen. Die Klangregelung sollte auch bei kleinen Mischern dreibändig sein, d.h. in Höhen, Mitten und Bässen beeinflussbar sein. Besser noch ist eine Parametrische Klangregelung, bei der man die Klangbänder einstellen kann. Musiker profitieren gerade im Bereich der Mischpulte von dem niedrigen Preisniveau der Computerindustrie, denn nichts Anderes als Computertechnik spielt sich im Inneren moderner Mixer ab. Ältere Musiker (wie ich) können nur staunen, was man für kleines Geld heute alles bekommt. Allerdings ist auch hier die Preisskala nach oben offen, wenn man die qualitativen Ansprüche von Profimusikern stellt. Ganz abgesehen von den Pulten, die sich in Aufnahmestudios befinden und die ein Vermögen kosten. Aber so weit wollen wir hier nicht gehen.
Folgende Features kann ein bezahlbares Mischpult für eine aufstrebende Band heute durchaus bieten:
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Mikrofoneingänge mit Umschaltung auf 48V-Phantomspeisung (für Kondensatormikrofone)
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Lineeingänge
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Trim-Regler pro Kanal für die Eingänge
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Lautstärkeregelung durch Schieberegler (Fader, 100 mm) pro Kanal und Summe (stereo)
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Aus- oder Übersteuerungsanzeige für Kanal und Summe (VU-Meter oder LED)
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Auxiliary-Regler (stereo) zum Einmischen von Effekten (Hall)
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Return (stereo) zum Mischen des Effektanteils auf die Summe
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Panorama-Regler zur Einstellung von Links, Rechts, Mitte des Kanals in der Stereosumme
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Foldback oder Subgruppen-Routing zur Mischung des Kanals auf eine Monitoranlage
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Klangregelung, mindestens dreibändig, besser parametrisch
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Low-Cut für Tiefstfrequenzen (Trittschall, Brummen)
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Vorhörtaste zum Abhören des Einzelkanals nur über Kopfhörer
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Kopfhörerausgang
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Talkback zur direkten Verständigung mit der Bühne/Übungsraum
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Anschlüsse für externe Geräte wie Tonband, Kassettendeck, DAT, Minidisc
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Foldback-Summe oder Subgruppe zum Monitoring
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Stereo-Summe
Mit einem so ausgerüsteten Mischpult kann man sich sogar schon eines kleines Aufnahmestudio einrichten, wenn die Verhältnisse am Übungsraum es zulassen und das Pult in einem seperaten Raum untergebracht werden kann. Dann hat man die Möglichkeit, beim Üben immer mitzuschneiden und kann anschließend zwecks Diskussion und eventueller Korrektur des musikalischen Bildes das Material anhören. Schon eine Kassettenaufnahme reicht völlig. Im Übrigen ist ein Mischpult beim Üben kein Luxus. Es verhindert bei kompetenter Kontrolle, dass die einzelnen Musiker(innen) an ihren Geräten immer weiter die Lautstärke hoch schrauben. Gönnt man sich noch ein paar Kopfhörer und einen Kopfhörer-Amp, dann sind die Übungsbedingungen schon ziemlich professionell.
Wer sein Mischpult beim Auftritt im Saal aufstellen will, darf nicht vergessen, dass zusätzlich noch ein entsprechend langes Kabel (Multicore) angeschafft werden muss, das der Zahl der Ein- und Ausgangskanäle des Mischpultes gerecht wird.
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Multicore mit Stagebox |
Hat man 16 Eingänge und 4 Ausgänge, so muss das Kabel mindestens 20 zweiadrige, einzeln abgeschirmte Kabelstränge haben. Davon führen dann 16 von der Bühne ins Pult und 4 vom Pult zur Bühne (2 zur Stereoendstufe der PA und 2 zur Stereoendstufe der Monitoranlage). Auf der Bühne befindet sich am Kabelende die Stagebox mit den Ein- und Ausgängen. Am Pultende hat das Kabel ein aufgespleisstes Ende mit den entsprechenden Steckern. Diese sollten immer in XLR-Ausführung sein, damit das Kabel erdfrei-symmetrisch betrieben werden kann (siehe Stecker). Bei der Kabellänge, die man nicht unter 30 Metern ansetzen sollte, würde sonst der Leitungsverlust und der Störbrumm sehr hoch werden. Bei einem ordentlichen Multicore sind übrigens nicht nur die einzelnen Adern abgeschirmt, sondern zusätzlich noch einmal das Gesamtkabel.
Ihr tut gut daran, euch direkt ein fertig konfektioniertes Multicore zu kaufen, es kostet nicht die Welt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die eigene Herstellung an die Musikersubstanz geht. Allein das Löten...! Aber früher waren Bühnenkabel, wenn man sie überhaupt irgendwo bekam, jenseits aller Preisvorstellungen. Wir haben uns damals Stereokabel auf Rollen gekauft, auf Länge geschnitten und durch einen Gartenschlauch gewürgt. Wir haben daran mehrere Wochen "gebastelt". Aber gut, wenn man sonst nichts zu tun hat, bitte!
PA
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Der Begriff PA ist ein Kürzel für "Public
Address" (an die Öffentlichkeit gerichtet). Im Musiker-Jargon ist damit
schlicht die Anlage gemeint, mit der das Publikum beschallt wird, also jene
Boxen einschließlich Verstärker, die gewöhnlich links und rechts am Bühnenrand
stehen. Zudem ist das Mischpult ein wichtiges Glied in der PA-Kette.
Doch die Unterschiede verschiedener
PA-Anlagen können gewaltig sein. Es leuchtet auch ein, dass eine Band, die das
örtliche Jugendheim beschallen will, wohl anders bestückt ist als eine Band,
die in einem Stadion 60.000 Zuhörer ereichen will.
Im Prinzip unterscheidet man drei Sorten von
PA-Anlagen:
Systeme mit eigener Verstärkung
Das sind Lautsprecherboxen mit eingebauter
Endstufe. Solche Boxen sind mit speziellen Endstufen versehen, die auf die
Lautsprecher optimal abgestimmt wurden. Es handelt sich dabei um
Fullrange-Boxen, die das ganze (für PA nötige) Frequenzspektrum abdecken.
Beliebt sind sie in Form von Monitorboxen, da man sie individuell im Klang und
in der Lautstärke regeln kann.
Passive Systeme
Passiv werden Lautsprecherboxen genannt, die mit einer externen Endstufe
betrieben werden und über eine interne Frequenzweiche verfügen. Als Beispiel
seien die bekannten 15/3-Boxen genannt, ebenfalls also Fullrange-Boxen, die
Lautsprecher für Höhen, Mitten und Bässe enthalten, die wiederum von einer
entsprechenden 3-Weg-Frequenzweiche gesteuert werden. Das Ganze wird dann mit
einer geeignet starken Endstufe betrieben.
Aktive Systeme
Als
aktive Systeme bezeichnet man Boxen-Systeme, die externe
Frequenzweichen und externe Endstufen für den Betrieb
benötigen. Die entsprechenden Komponenten wie Endstufen,
Frequenzweichen und die entsprechenden Verbindungskabel
zwischen den Endstufen und den Frequenzweichen sind
im Lieferumfang immer bereits enthalten. Aktive Systeme
sind am aufwändigsten, weil sie nicht "Fullrange"
sind. Es gibt jeweils Boxengruppen für Höhen, Mitten
und Bässe. Jede Gruppe hat eigene Endstufen, die - über
entsprechende Frequenzweichen laufend - die Boxen betreiben.
In Großbeschallungen werden ausschließlich aktive Systeme
eingesetzt, weil sie wesentlich flexibler sind in der
Anordnung der Lautsprecher. Man kann damit etwa akustischen
Löchern oder Feedback-Problemen besser begegnen. Eiine
spezielle Form eines aktiven Systems ist das Line
Array, bei dem gleichartige Lautsprecher auf
einer Linie angeordnet werden, was für die Ausbreitung
der Schallwellen positive Folgen hat. Der PA-Schall
erreicht die Bühne nur stark reduziert, es gibt weniger
Feedback und die herabgesetzte Lautstärke hat den positiven
Effekt, dass die Musiker sich und den Monitorsound besser
hören können.
Ein typisches Line Array für Großveranstaltungen,
"fliegend" installiert:
Grundtyp
einer passiven PA ist eine Anlage mit zwei Fullrange-Boxen,
angeschlossen an eine Stereoendstufe oder einen Powermixer.
Einen höheren Wirkungsgrad erreicht man durch ein gezieltes
Stapeln gleichartiger Boxen (Stacking). Die große Fläche
mit vielen Lautsprechern wirkt dann wie ein einziger
Lautsprecher.
Eine weitere Möglichkeit ist die Anordnung
einer Hochton-/Mitten-Box auf einer Tiefbass-Box mittels einer Distanzstange.
Solche Anlagen tragen aber nicht sehr weit und sind daher nur für kleinere
Beschallungsaufgaben geeignet.
Für große Hallen oder gar Open Air wird man
um eine aktive PA und weit tragende Hornsysteme nicht herum kommen. Aber
damit beschäftigen sich weder Anfängerbands, noch Superstars. Die lassen
nämlich beschallen, indem sie die nötigen Anlagen anmieten.
Monitoring
Im
Umfeld einer PA muss unbedingt das Monitorsystem erwähnt werden. In kleinen
Clubs kommt man zur Not ohne aus, mit wachsender Bühne ist es aber
unerlässlich. Man glaubt es kaum, aber eine PA kann noch so wattstark sein,
auf einer großen Bühne hört man ohne Monitore nichts so, wie es das Publikum
hört. Es gibt nichts Schlimmeres als in einem akustischen Loch zu stehen oder
gegen sein eigenes Echo anzusingen.
Abhilfe schafft eine separate Monitoranlage. Bekannte Acts haben für diesen
Zweck extra ein Monitormischpult in der Größenordnung des Saalmischers inkl.
Personal am Bühnenrand postiert. Ein ungeheurer Aufwand wird z. B. bei der
bekannten Nokia Night Of The Proms betrieben. Da werden alle
Orchestermusiker und Sänger (200 Leute?) mit In-Ear-Monitoring versorgt und
alle haben Head-Mikros oder direkte Instrumentenmikros. Der Sound ist
unglaublich gut!
Das
können wir uns natürlich nicht leisten. Uns bleiben normale Monitorboxen
(Wedges), die
natürlich eine eigene Endstufe erfordern, die wiederum über das Foldback des
Mixers angesteuert wird. Oder man wählt die teureren, aber flexibleren aktiven
Monitore, sodass die Endstufe entfällt. Im Grunde benötigt jeder Musiker und
Sänger einen Monitor. Er muss dabei im Monitor sich selbst hören und
Instrumente/Sänger mit denen er besonders im Einklang stehen muss. Es ist
unbedingt nötig, dass der Drummer den Bass und umgekehrt hört. Wenn man sich
so viele Monitorboxen nicht leisten kann, gilt folgende Reihenfolge: 1.
Sänger, 2. Rhythmusgruppe. Wer sich etwas mehr Aufwand leisten kann (erfordert
mehr Foldback-Kanäle am Mixer), kann außer den einzelnen Musikermonitoren noch
links und rechts der Bühne zwei so genannte Sidefills aufstellen. Das sind
Mehrwegboxen, die im rechten Winkel zur PA über die Bühne einen Grundsound
abstrahlen. So hören die Musiker überall auf der Bühne in etwa ihren PA-Sound
und können sich auch mal von den Wedges weg bewegen, die den individuellen Klang
bereit halten. Natürlich muss ein so
aufgestelltes Monitoring sehr gut eingestellt sein, sonst ist das Feedback
vorprogrammiert. Da hilf ein automatischer Feedback-Killer oder ein per
Messmikrofon einstellbarer Equalizer.
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Wer
sich einen umfassenden Einblick in das Thema Live-Beschallung verschaffen
will, sollte versuchen, ob er noch das Heft August/September 2003 des
Musiker-Magazins Xound
bekommen kann. Dort wird auf 10 Seiten unter der Überschrift "Live Public
Adress" aber wirklich alles abgehandelt, was man dazu wissen muss.
Xound,
SoundPress-Verlag GmbH, Lichtstraße 50, 50825 Köln
eMail:
verlag@soundpress.de
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Mikrofone
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Für Mikrofone gilt, was bereits bei den Lautsprechern gesagt wurde: Sie sind ebenfalls ein schwaches Glied in der Übertragungskette. Es gibt kein Mikrofon, das in der Lage ist, genau das wiederzugeben, was es aufnimmt. Allerdings gibt es hochwertige (und teure) Exemplare der Studiotechnik, die dem Ideal nahe kommen. Mikrofone sind vom
Funktionsprinzip her umgekehrte Lautsprecher. Hier wird zuerst der Schalldruck erzeugt. Der wiederum trifft auf die Membran, die die Energie an die Schwingspule weitergibt. Die Schwingspule bewegt sich im Magnetfeld eines Dauermagneten und erzeugt auf diese Weise eine dem Schalldruck proportionale Wechselspannung. Sie ist zwar sehr gering, aber das Mikrofon wird ja in den Eingang eines Verstärkers oder Mischpultes geführt, wo sie verstärkt wird.
Es gibt nun viele Arten von Spezialmikrofonen, etwa Kondensatormikrofone, die mit einer Speisespannung arbeiten. Für unsere Band bleiben wir auf dem Teppich und sehen uns nur im Bereich der eben beschriebenen dynamischen Mikrofone um. Auf der Bühne werden überwiegend dynamische Mikrofone verwendet. Sie sind unempfindlich und zuverlässig und
vergleichsweise preiswert. Vermutlich geht es auch zuallererst darum, passable Mikrofone für den Gesang zu finden.
Für Rockmusik werden Mikros mit Nahbesprechungseffekt benötigt, die zudem rückkopplungsarm sind. Unter dem Nahbesprechungseffekt versteht man, dass ein Mikrofon bestimmte Frequenzen mehr oder weniger stark anhebt, wenn man es sehr nah besingt. Dadurch wird die Stimme sehr kräftig, das Mikrofon macht Druck und Sound. Die Frequenzangebung erfolgt bei etwa 200 Hz. Ein solches Gesangsmikro hat natürlich keinen linearen Frequenzgang. Ein berühmtes Beispiel für diesen Mikrofontyp ist das auf allen Rockbühnen der Welt immer noch gegenwärtige
SM58 von Shure, das inzwischen Kultstatus hat und von Sängern gerade wegen seiner Soundeigenschaften geschätzt wird, obwohl es absolut nicht auf dem neuesten Stand der Technik ist.
Der
typische Nahbesprechungseffekt verändert den Klang, wenn man die Entfernung vom Mund zum Mikro ändert. Erfahrene Sänger haben dafür eine Mikrofontechnik entwickelt: Bei leisen Stellen ran ans Mikro, das macht die Stimme warm und präsent. Bei lauten Passagen weg vom Mikro, damit die Stimme nicht übersteuert.
Arm an Rückkopplung (Feedback) wird ein Mikrofon dadurch, dass es eine bestimmte Richtwirkung (Richtcharakteristik) hat. Damit meint man den Bereich oder Winkel der Schalleinstrahlung, den das Mikrofon besonders gut aufnimmt, während es alle Schallereignisse, die außerhalb dieses Winkels liegen, abdämpft.
Mikrofone mit Kugelcharakteristik nehmen - wie der Name schon sagt - rundherum gut auf. Ein solches Mikro ist für die Bühne ungeeignet. Mikrofone mit Nieren- oder Supernierencharakteristik nehmen in einem stark eingeschränkten Bereich auf (siehe Abbildungen). Sie sind geeignet, weil man sie gut auf eine Schallquelle (den Sänger) ausrichten kann und die übrigen Instrumente nicht in sie hineinstreuen können.
Charakteristika
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Kugelcharakteristik: Mikrofontyp, der von allen Seiten gleich empfindlich ist, wird bei der Tonaufzeichnung benutzt
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Nierencharakteristik (Cordioide): meistgenutztes Richtmikrofon, größte Empfindlichkeit vor der Kapsel in einem nierenförmigen Bereich, Nutzung als Handmikrofon
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Superniere: der Aufnahmewinkel ist noch mehr verengt als bei der Niere; besonders für Live-Sänger geeignet
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Achter: von vorn und hinten volle Empfindlichkeit, seitlich minimal, wird eingesetzt bei schwierigen Aufnahmesituationen, Chor, Hörspiel
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Keule: typisches Richtmikrofon mit keulenförmiger Bündelung des Empfindlichkeitsbereiches, hohe Seitwärts- und Rückwärtsdämpfung, wird gebraucht für Fernaufnahmen
Auf der Bühne gilt der Grundsatz, so wenig Mikrofone wie möglich zu verwenden. Viele Mikrofone
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erhöhen die Rückkopplungsgefahr;
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nehmen unerwünschte Hintergrundgeräusche und Kabelbrumm auf;
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können den Klang verwässern, da einzelne Instrumente in der PA durch Übersprechen nicht zu trennen sind.
Beim Kauf daran denken: Einige gute Mikrofone machen den Klang besser als viele schlechte. Ebenso ist zu beachten, dass niederohmige Mikrofone gekauft werden. Diese können ohne nennenswerten Höhenverlust an längeren Kabeln betrieben werden. Niederohmige Mikrofone können auch an hochohmige Eingänge ohne Klangeinbuße angeschlossen werden. Umgekehrt geht's nicht, da hochohmige Mikros nur an hochohmigen Eingängen funktionieren.
Eine weitere gute Mikrofoneigenschaft sollte sein, dass es körperschallarm und griffunempfindlich ist. In einem Musikermikrofon muss die Mikrofonkapsel elastisch aufgehängt sein, damit man es in die Hand nehmen kann, ohne dass es im Lautsprecher rumpelt. Ebenso sollte der Mikrofonkorb so gestaltet sein, dass Pop- und Windgeräusche weitgehend abgefangen werden. In diesem Zusammenhang sei auf eine Unsitte hingewiesen, die man bei Amateuren häufig antrifft. Um zu testen, ob ein Mikro eingeschaltet ist, schlägt man mal kräftig mit den Fingern auf den Korb oder pustet allzu heftig hinein. Mit solchen Orkanstürmen kriegt man jede Membran irgendwann klein. Ein Mikro ist nach wie vor ein empfindliches Teil!
Nun haben Gitarristen, die singen wollen, kaum eine Hand fürs Mikro frei. Mikrofonstative hat man in einer Band nie genug. Bewährt haben sich die so genannten Galgenstative, die 1. universell einsetzbar und 2. gut zusammenlegbar sind.
Kabel, Stecker, Anschlüsse
top
In diesem Kapitel soll es um das weite (aber auch leidige) Feld der Kabel und Anschlüsse im Musikerleben gehen. Gerade bei Einsteigern hat sich oft gezeigt, dass infolge von Unkenntnis manche Anlage schnell außer Betrieb gesetzt und der Reparaturetat arg strapaziert wurde.
Es ist auch nicht weiter verwunderlich, wer befasst sich im normalen Leben schon mit Kabellöten? Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass im Bereich Fehlbedienung von Geräten bzw. Fehlbelegung von Anschlüssen nichts unmöglich ist. Man glaubt nicht, was die Leute so machen! Es gilt die Regel: Input – Output – kaputt.
Insofern möchte ich dringend dazu raten, sich intensiv mit diesem Kapitel zu beschäftigen. Es ist auch deshalb sinnvoll, weil man mit derlei Kenntnissen eine Menge Geld sparen kann, das anderweitig sinnvoller zu verwenden ist.
In elektrisch verstärkten Bands ist nichts wichtiger als ein großer Vorrat an Steckern, Kabeln, Anschlüssen und Adaptern aller Art. Mit ein wenig Geschick kann man vieles davon gemeinsam zusammenlöten (was die Band im wörtlichen Sinn auch zusammenschweißt). Entsprechende Einzelteile sind im einschlägigen Elektronik-Versandhandel ungleich billiger als beispielsweise fertige Kabel. So sollte dann auch zur Grundausstattung einer Band immer ein vernünftiger Lötkolben oder eine kleine Lötstation gehören.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass alle Arbeiten, die im Zusammenhang mit Strom führenden Leitungen und Teilen (230 V/Starkstrom) stehen, unbedingt vom Fachmann ausgeführt werden sollen. Es könnte lebensgefährlich werden, in diesem Bereich herumzubasteln!
Regeln
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Einige Grundregeln für den Umgang mit Instrumentalanlagen und Orchesterelektronik sollen hier genannt werden:
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Gebrauchsanleitungen gehören nicht in die Schublade, sondern in einen Ordner, der im Übungsraum bereitstehen sollte. Zur Sicherheit Kopien anfertigen, die Originale verschwinden auf die merkwürdigsten Arten. Gebrauchsanleitungen sollten auch gelesen werden, besonders beim Erstbetrieb eines Gerätes. Die Methode "Erstmalüberalldranrumdrehen" hat schon so manches Gerät auf Anhieb gekillt.
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Vor dem Einschalten eines Gerätes (Verstärker, Mischpult, Keyboard, Effekte, Tape) sollte man sich überzeugen, dass es auch auf unsere Stromverhältnisse eingestellt ist. Beim Kauf vom Händler bestätigen lassen! Es gibt mittlerweile auf dem Instrumentenmarkt eine Menge Grauimporte. Es kann also sein, dass der neu erworbene Bandverstärker auf eine Spannung eingestellt ist, die nicht unseren Normen entspricht. Das kann gefährlich werden!
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Vor dem Einschalten eines Verstärkers sollte man tunlichst das Eingangs- und Ausgangsvolumen auf Null stellen. Das schont die Nerven und die Lautsprecher.
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Vor dem Einschalten eines Verstärkers sollte man (falls dieser an eine externe Lautsprecherbox anzuschließen ist) kontrollieren, ob auch tatsächlich Box und Verstärker durch ein passendes Lautsprecherkabel verbunden sind. Als Lautsprecherkabel eignet sich kaum Klingeldraht. Es gilt: je dicker, je besser.
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Vor dem Einschalten eines Gerätes sollten die Anschlussmöglichkeiten gecheckt werden. Lasst euch nicht auf wohlmeinende Experimente ein. Schöne Beispiele für elektronischen Vandalismus gibt es regelmäßig: Lautsprecherausgang eines Verstärkers in Mikrofoneingang des Mischpultes, damit's lauter wird. Peng! Faustregel: Hintere Anschlüsse eines Verstärkers sollten nicht in die Frontanschlüsse desselben oder eines anderen Verstärkers oder in ein Mischpult geführt werden, es sei denn, sie sind eindeutig als solche gekennzeichnet und es steht in der Anleitung. Eine "Echo send/Echo return" Buchse hinten an einem Verstärker wäre zum Beispiel eine Stereoklinkenbuchse, die zum Anschluss an die entsprechenden Eingänge eines Hallgerätes geeignet ist.
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Falls eure Band Musikinstrumente verwendet, die einen MIDI-Anschluss haben, sollten die (stromführenden!) MIDI-Kabel nur bei ausgeschalteten Instrumenten gesteckt werden. Dies gilt auch für in die Anlage integrierte Computersysteme mit MIDI-Interface. Andernfalls könnten elektronische Bauteile zerstört werden, was wiederum teuer wird.
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Wahrscheinlich gibt es noch tausend weitere Dinge zu beachten. Ihr werdet es schon selbst merken. Aber was wäre das Musikerleben ohne Überraschungen?
Bei Steckern und Kabeln gibt es für die Beschaltung eine Unzahl von Normen. Auch die Kontaktbelegungen sind durchaus nicht einheitlich. Ebenso vielfältig sind die Benennungen der einzelnen Adern bei Tonleitungen: (+) und (-), heiß und kalt, (+) Phase und (-) Phase sind In Umlauf. Für (+) sagt man auch "Life".
Irreführend sind eigentlich die Bezeichnungen (+) und (-), da diese für den Gleichstrom (Batteriepole!) gelten, wir es aber bei Tonleitungen mit Wechselstromverhältnissen zu tun haben. Ich möchte sie dennoch verwenden, weil es für Laien anschaulich ist.
Achtet unbedingt auf die Nummerierung der Pole bei den einzelnen Steckerarten und den entsprechenden Buchsen. Meist sind die Nummern eingegossen. Besonders ist darauf zu achten, dass bei den Buchsen die Durchnummerierung spiegelbildlich zu den Steckern geschieht (jeweils von der Lötseite betrachtet).
Ein fehlerhaftes Kabel, ein defekter Stecker, eine falsche Beschaltung oder Bedienung können ein Bandprojekt bereits im Ansatz zum Scheitern bringen. Viel Spaß also bei dieser Materie, besonders, wenn du zum ersten Mal an den heißen Lötkolben greifst.
Steckerarten
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Für alle angegebenen Stecker gibt es jeweils auch entsprechende Buchsen. Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer Stecker für den Spezialbedarf. Die hier genannten sind die im Bereich der Musikelektronik am häufigsten anzutreffenden.
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Der
DIN-Stecker (Dioden-Stecker) ist in 3- oder 5-poligen Ausführungen gängig. Sonderformen gibt es bei Computern. Er findet seinen Einsatz als Tonleitungsverbindung (mono/ stereo) im HiFi-Bereich. Im Musikinstrumentenbereich wurde er für die MIDI-Schnittstelle eingeführt. Leider, muss man sagen, da er nicht sicher verriegelbar ist. Die Beschaltung der Pole ist je nach Zweck unterschiedlich.
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Der
Klinkenstecker ist sicher der im Musikerbereich am meisten eingesetzte Stecker. Er eignet sich für Instrumentenkabel aller Art (Gitarre, Bass, Keyboard), wird aber auch oft als Lautsprecherstecker benutzt. Vorsicht bei Verlängerungen mit Kupplungen, die nicht sehr sicher halten und sicheren Kontakt herstellen. Klinkenstecker gibt es in Mono- und Stereoausführung. Die Buchsen können mit einem Schalter versehen sein. Der normale Klinkenstecker hat einen Durchmesser von 6.3 mm. Eine kleinere Ausführung (3,5 mm) ist allen sicher bekannt von den Kopfhörern an Walkmännern.
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Der
XLR-Stecker ist der im Musik-Profibereich am häufigsten anzutreffende Stecker. Er wird besonders für symmetrische Tonleitungen verwendet, die durch die Symmetrierung sehr lang sein können, ohne dass es zu Störeinstreuungen kommt. Aber auch für Lautsprecherleitungen eignet sich diese Steckerart, wobei sich die Schaltungsart grundsätzlich unterscheidet. Verwendet man diesen Stecker sowohl für Ton- als auch für Lautsprecherleitungen, so empfiehlt sich eine deutliche Unterscheidung in der Kabelfarbe, sonst gibts Überraschungen. Der Stecker wird von verschiedenen Firmen mit variierten Systemen der Zugentlastung und der Steckerverschraubung angeboten. Der XLR-Stecker ist äußerst robust, entlastet das Kabel sicher und hat eine automatische Verriegelung. Die Belegung der Pole bei Tonleitungen ist nicht einheitlich. In Amerika und Europa unterscheiden sich die Normen. Wichtig ist, dass die
Kabel in einem System eine
einheitliche Polung haben, damit es nicht zur Phasenumkehr kommt. Der XLR-Stecker wird der deutlichen Abgrenzung wegen als male (männlich) bezeichnet, die entsprechende Buchse oder Kupplung als female (weiblich). Wer hätte das gedacht, nicht wahr?
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Der
Multipin ist der Tausendfüßler unter den Steckern. Er kann viele Pole haben. Dadurch kann man zum Beispiel von einer Bühne zu einem Mischpult im Saal mit Hilfe eines einzigen vieladrigen Kabels (Multicore) eine Verbindung schaffen, ohne eine Vielzahl von Steckverbindungen schaffen zu müssen. Auf der Bühne steht dann - am einen Ende des Kabels - eine Stagebox, in die man die (relativ kurzen) Mikrofonleitungen usw. hineinstöpselt. Am anderen Ende zum Mischpult hin ist der Multipin. Einen solchen Multipin an ein entsprechendes Kabel zu löten, dessen Adern alle einzeln abgeschirmt sind, ist schon eine Geduldsprobe, aber nicht besonders schwer, da die Adern alle farblich markiert sind.
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Der
Schukostecker (Schutzkontakt) ist der bei uns verwendete Stecker für Strom führende Leitungen (230V). Geräte aus Japan oder USA haben einen Flachstecker ohne Schutzleiter, können aber bei uns angeschlossen werden, wenn das Gerät auf unser Stromnetz umgestellt ist. Da Fehler in der Stromversorgung im Musikbereich katastrophale Folgen haben können (Mikrofon unter Spannung o.ä.), rate ich noch einmal dringend davon ab, hier irgendetwas selbst zu machen, es sei denn, du bist gelernter Elektriker.
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Kaltgeräte-Stecker (Euro-Stecker) findet man in der Regel an Verstärkern und Geräten wie Keyboards und Effekten, wenn sie kein festes Kabel haben. Sie haben eine eher flache Bauform und sind dreipolig, aber nicht verriegelbar.
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Der
Netzstecker nach CEE-Norm ist der massivste unter allen Steckern und für Bands nicht unwichtig. Mit ihm wird der sog. Drehstrom (380V), der in vielen Hallen zur Verfügung steht, an die Stromversorgung der Band gekoppelt.
Kabelarten
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Auch Kabel sind ein nicht unwesentlicher Faktor in einer Band. Fast 90% aller Fehler und Probleme entfallen auf Kabel und Stecker. Man sollte sich daher seine Kabel sehr genau ansehen.
Das
Kabel für Tonleitungen besteht aus einer dicken, gummiähnlichen Kunststoffummantelung. Diese soll stabil, aber nicht steif sein. Ein gutes Kabel hat in diese Hülle eingearbeitete Textil-, Gewebe-, oder Kevlarfäden, was die Reißfestigkeit enorm erhöht.
Innerhalb dieses Mantels finden wir zunächst ein Kreuzgeflecht aus Kupfer als Abschirmung, manchmal gibt es darunter noch zusätzlich eine Alufolie. Unter diesem Schirm findet sich oft noch eine dünne leitende Karbonschicht, die Knistergeräusche verhindert. Nun stoßen wir auf die eigentlichen Tonleitungen im Innern des Kabels. Sie haben wiederum einen Kunststoffmantel. Darin eingebettet viele dünne Einzeldrähte, damit das Kabel insgesamt flexibel bleibt. Diese Einzeldrähte bestehen aus sauerstoffarmem oder -freiem Kupfer. Manchmal sind sie noch versilbert. Bei vieladrigen Kabeln, etwa Multicores, sind diese Innenleiter ebenfalls mit jeweils einer eigenen Abschirmung versehen.
Wer oft Kabel gelötet hat, kennt den Unterschied zwischen Billigware und Qualitätskabeln genau. An dieser Stelle lohnt sich Sparen kaum.
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Tonkabel, einadrig abgeschirmt, geeignet für alle Mono-Tonleitungen, etwa als Gitarren- oder Mikrofonkabel. Es gibt Spezialmaterial, das hochflexibel und trittfest ist, ein großer Vorteil beim Bühneneinsatz.

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Tonkabel, zweiadrig abgeschirmt, geeignet für symmetrische Tonleitungen (XLR) oder Stereo-Tonleitungen. Mehradrige Kabel gibt es in allen Größenordnungen, speziell auch für Muftikabel.

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Kabel, zweiadrig, geeignet für Lautsprecherleitungen. Polung beachten: gleiche Farbe an gleichen Pol des Lautsprecheranschlusses, andernfalls schwingen die Lautsprechermembranen in entgegengesetzter Richtung (gegenphasig), wobei (vereinfacht ausgedrückt) die Töne auf der Strecke bleiben. Grundsätzlich eignet sich jedes zweiadrige Elektrokabel ab 2 x 1,5 mm Adernquerschnitt. Bei der Polung ist die Farbcodierung der Elektrokabel sehr hilfreich. Man kann z.B. für die Verbindung der Bühnenlautsprecher zu den Endstufen zur deutlichen Kennzeichnung orangefarbenes Elektrokabel kaufen. Das gibt es in Baumärkten manchmal sehr preiswert gleich auf einer Kabeltrommel, was ungemein praktisch ist. Kabelgewirr kann gar nicht erst entstehen.

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Kabel, dreiadrig, wird als Stromkabel für Elektroanschlüsse mit Schutzkontakt (Schuko) genutzt. Codierung:
Schwarz (oder Braun) = Phase, Blau = Null-Leiter,
Gelb/Grün = Schutzleiter (Masse).
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Steuerkabel,
alle Kabel, die kein direktes
Audiosignal weiterleiten wie z.B. Midikabel, DMX-Kabel, die Fernbedienung
für die Nebelmaschine usw. Sie sind nicht ganz so anspruchsvoll in bezug auf
das Kabel. Wichtig ist, daß die einzelnen Adern gut isoliert sind und
normalen mechanischen Belastungen widerstehen können.

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Digitalkabel. In letzter Zeit wird alles Digitalisiert. Das
stellt besondere Anforderungen an Kabel. Wir können 3 verschiedene Arten
unterscheiden: S/PDIF (einadrig geschirmt), AES/EBU (zweiadrig geschirmt)
und Lichtleiterkabel (hier wird durch eine Glasfaser nur Licht übertragen -
können nur fertig konfektioniert gekauft werden). Ähnlich den Linekabeln
wird für S/PDIF ein gut geschirmtes unsymmetrisches Kabel verwendet, AES/EBU
Verbindungen werden mit einem zweiadrigen geschirmten Kabel ermöglicht. Bei
Digitalen Kabeln sollte kein analoges Kabel verwendet werden, sonder
speziell für die digitale Übertragung entwickelte Leitungen, die
entsprechend hoch leitfähiges Material (spezielle Kupferlegierungen)
besitzen.

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Multicorekabel können aus allen
möglichen Kabelarten bestehen. Multicorekabel werden als Verlängerung der
bestehenden Kabel angesehen und dienen zur Verbindung einer Vielzahl von
Kabelverbindungen von der Bühne zum Mischpult und zurück. Das oben gesagte
(alle bis auf Lautsprecherkabel) gilt auch hier. Multicores sind besonders
extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt, und wer schon einmal ein
Multicorekabel selbst gelötet hat, wird nie wieder auf ein Multicorekabel
treten. Wieviel Leitungen benötigt werden hängt von den Erfordernissen jedes
einzelnen ab, natürlich sollte eine angemessene ´Reserve´ für zukünftige
Anwendungen etc. eingerechnet werden, sonst muß schnell ein neues her.

Unterschiedliche Kabel für
unterschiedliche Signale
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Gruppe |
Eigenschaften |
Zu
beachten |
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Mic-Signale |
Dazu zählen wir den
Output von Mikrofonen und elektrifizierten
Saiten-Instrumenten. Die Ausgangsspannungen sind
recht gering (< 1 Volt), die Signalquellen haben
einen eher hohen Ausgangswiderstand und die
fliessenden Ströme sind sehr gering. |
Wegen der niedrigen
Spannungen und hohen Widerstände sehr
störungsempfindlich, aber unempfindlich gegen
Kurzschlüsse. |
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Line-Signale |
Dies sind Signale, die bereits vorverstärkt sind,
aber noch keinen Lautsprecher betreiben können.
Z.B.: Ausgänge von Keyboards und
CD/MD/Multi-Tracker, Effekt-Sendeausgänge an
Verstärkern und Mischpulten, Mischpult-Ausgänge. Die
Spannungen sind ebenfalls noch nicht hoch (< 2
Volt), aber hier haben wir es mit eher niedrigen
Ausgangswiderständen zu tun. Dafür fliesst dann auch
etwas mehr Strom als bei den Mic-Signalen. |
Recht robuste Elektrik, aber einen
Lautsprecher-Ausgang auf einen Line-Eingang zu legen
bedeutet meist Tod für den Empfangenden. |
|
Speaker-Signale |
Das wären dann die
Sachen, die eben genug Leistung für den Betrieb
eines Lautsprechers liefern, eben Amp-Ausgänge. Da
sind nun die Spannungen deutlich, nämlich bis zu 20
.. 30 Volt, die Ausgangswiderstände können bis unter
1 Ohm gehen. Da fliesst schon ordentlich Saft durch
das Kupfer. |
Transistor-Systeme
mögen keinen Kurzschluss, Röhren-Systeme keinen
Leerlauf. |
Brumm- und Störgeräusche
top
Die Leitungsführung ist in Musikeranlagen immer problematisch. Musiker wollen in erster Linie musizieren. Schalter gedrückt, Gitarrenkabel eingeklinkt und - dann brummt es gewaltig. Es ist auch nicht ganz einfach darzustellen, wie es zu diesem Brummen kommt, das meistens durch so genannte Masseschleifen verursacht wird. Ich möchte eigentlich auch kein Handbuch für Elektroniker schreiben. Dennoch ist es für Musiker wichtig, wenigstens annähernd zu wissen, wie es zu einer solch hinderlichen Begleiterscheinung kommt, und was man dagegen tun kann.
Ursachen
Auf jedes Kabel wirken heutzutage allerlei Störungen von außen ein. Diese können durch die Ätherwellen kommen in Form von hochfrequenten Radiosignalen, aber auch durch das ganz normale Stromnetz des Hauses, etwa wenn man irgendwo Leuchtröhren oder Dimmer betreibt, oder durch den Netztrafo eines Verstärkers. Aus diesem Grund hat unser Tonleitungskabel ja auch eine Abschirmung. Das Problem ist aber bei einem einadrig abgeschirmten Kabel, dass wir nur eine reine Signalleitung (+) haben, während die (-)Phase mit über die Abschirmung geführt wird. Das geht so lange gut, wie die Störungen gering bleiben.
Da Tonleitungen immer in verstärkende Eingänge geführt werden, verstärken sich naturgemäß auch vorhandene Störgeräusche. Es ist beispielsweise ungünstig, wenn Tonleitungen direkt neben Netzleitungen liegen. Das elektrische Feld des Netzkabels (230V/50Hz) streut dann in unsere Tonleitung eine 50Hz-Brummspannung ein, die am Verstärkereingang ordentlich verstärkt wird.
Eine andere Brummursache ist in der Tatsache zu finden, dass jedes Instrumentenkabel wie ein so genanntes R-C-Glied (R=Widerstand, C=Kapazität) wirkt und in einer bestimmten Kombination zur Antenne wird. Das geschieht besonders dann, wenn Instrumentenausgänge nicht mit Verstärkereingängen hinsichtlich des Eingangswiderstandes (Impedanz) zusammenpassen. Da hat sich schon mancher Musiker gewundert, dass er plötzlich Radio Eriwan in seinem Powerturm hatte.
Und schließlich sind in einer Musikeranlage immer eine Vielzahl von Geräten durch Leitungen miteinander verbunden, etwa über ein Mischpult. Bei einadrig abgeschirmten Leitungen werden nun alle vorhandenen Störspannungen über Masse weitergereicht und verstärkt und bilden im Endstadium die allseits "beliebte" Masseschleife.
Was tun?
Ein Hilfsmittel hat sich unter "Bühnenpraktikern" herumgesprochen, dass gefährlich ist. Häufig wird an Geräten oder Netzkabeln der Schutzleiter der Stromversorgung abgeklebt oder abgeklemmt. Das mag vielleicht zum Erfolg führen, ist aber gleichwohl lebensgefährlich. Wer sich ein Netzkabel einmal angeschaut haben, der weiß, dass es drei Adern hat: Phase = führt die Spannung, Null = ist die Erdung im Kraftwerk, Schutzleiter = ist im Haus geerdet (oft an der Wasserleitung im Keller). Der Schutzleiter hat die Aufgabe zu schützen, also den Strom abfließen zu lassen, wenn in einem Gerät ein Defekt auftritt und die Phase auf das Gehäuse gelangt. Normalerweise sollte dann eine Sicherung durchbrennen. Aber auch wenn sie's nicht tut, schützt die Erdung den Menschen, falls er ein defektes Gerät berührt. Es ist nämlich dieselbe "Erde", auf der er sich bewegt und auf der das Gehäuse steht. Es besteht also keine Potenzialdifferenz, kein Gefälle, dass den Strom verleiten könnte, über den armen Menschen abzufließen. Nun rate mal, was los ist, wenn man irgendwo den Schutzleiter abklemmt! Was man netzseitig allenfalls versuchen kann, wenn's brummt: Netzstecker mal umdrehen, also umpolen.
Weiterhin sollte man auf die richtige Anpassung der Geräte achten. Durch Steckübertrager oder Direktboxen (DI-Box) kann man hochohmige Ausgänge auf niederohmig-symmetrische Verhältnisse herunter transformieren und dadurch eventuellen Störbrumm ausschalten.
Wie wir schon gesehen haben, entstehen die
Brummschleifen über die miteinander verbundenen Schirme der Leitungen. Am besten würde man das Problem gleich im Ansatz beheben, nämlich durch die Kabelwahl. Der ideale Fall wäre es, wenn man sämtliche Kabel elektrisch symmetrieren würde, durch die Bank also z. B. XLR-Stecker verwendet. Dann haben wir zwei massefreie Signalwege, es gibt also keine Masseverbindung im Signalweg zwischen den Geräten. Die Störungen, die die Signalleiter einfangen, werden gleichmäßig auf beide verteilt. Wenn man nun am Eingang des folgenden Gerätes (+) und (-) vertauscht, also einfach die Phase umdreht (gegenphasig), dann löschen sich die Störungen gegenseitig aus und das Signal bleibt brummfrei.
Da aber nur Profigeräte tatsächlich auch erdfrei symmetrische Anschlüsse haben, der normale Musiker sich aber in der Regel mit Asymmetrie herumschlagen muss, kann man sich mit quasisymmetrischen Leitungen behelfen. Bei asymmetrischen Kabeln wird der Schirm an einer Stelle unterbrochen, somit ist auch die Schleife unterbrochen, und weg ist das Gebrumm. Bei einem symmetrischen Kabel muss man ein wenig herumprobieren, wie man die (-) Phase am besten mit auf die Abschirmung legt, also prüfen, ob am Ausgang eines Gerätes oder am Eingang des anderen. Die richtige Wahl kann Brummen beseitigen.
Wer lange Kabel benötigt, wird um symmetrische Leitungsführung nicht herumkommen. Bei gemischter Kabelbestückung muss man mit Adaptern (Anpassungsstücken) arbeiten (eine Darstellung der unterschiedlichen Adapterversionen und Steckerbeschaltungen kannst du von Projekte herunterladen).
1. Erdfrei symmetrische Leitung
Massefreie Signalführung, zwei Leiter (+) und (-), eine getrennt geführte Abschirmung. Kabel in Verbindung mit XLR-Steckern o.ä. geeignet für Mikrofone, Verbindung von Tonstudiogeräten, Mischpultzuführungen.
2. Asymmetrische Leitung
Nur ein Leiter (+), Signalführung der (-) Phase über Masse. Kabel in Verbindung mit Klinkensteckern geeignet als Gitarrenkabel, Geräteverbindung, Mischpultzuführungen im semiprofessionellen Bereich.
3. "Symmetrieähnliche" Leitung
Symmetrisches Kabel, wobei der kalte Leiter am einen oder anderen Ende (Versuch) mit der Abschirmung verlötet wird. Kabel in Verbindung mit XLR-Steckern (Brücke) oder Klinkensteckern einsetzbar als Hilfsmittel bei Brummproblemen, falls sowohl symmetrische als auch asymmetrische Kabel gemischt verwendet werden.
4. Übergangsleitung
Überführung von symmetrischem Ausgang in asymmetrischen Eingang mit asymmetrischem Kabel. Oft nötig bei gemischter Gerätebestückung im semiprofessionellen Bereich.
5. Übergangsleitung
Überführung von symmetrischem Ausgang in asymmetrischen Eingang mit symmetrischem Kabel. Oft nötig bei gemischter Gerätebestückung.
DI-Box
top
Oftmals bereitet der Anschluss von
Instrumenten an ein Mischpult dadurch Probleme, dass die Leitungsführung
zu lang ist und die Signal-Anpassung nicht stimmt. Störungen des Signals
wie Brummen und Rauschen sind die Folge.
An dieser Stelle kommt die so genannte
DI-Box zum Einsatz.
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DI-Box von
Behringer |
Der Begriff ist eine Abkürzung für
Direct Injection, also die direkte Einführung eines Instruments mit
hoher Impedanz wie Gitarre oder Bass in ein Signal verarbeitendes Gerät
unter Umgehung eines Verstärkers. Eine DI-Box kann ein kleiner Kasten
sein, in den man z.B. das Gitarrenkabel einstöpselt und aus dem ein
XLR-Kabel zum Mixer geht. Eine DI-Box kann aber auch im Zusammenhang mit
komplexen Schaltungen wie etwa Pegelwandlern und Phantomspeisungen im
19"-Format daher kommen.
Um gleich einem Irrtum vorzubeugen: Die
DI-Box verhindert Störungen nicht. Störungen, die schon im Signal sind,
bleiben erhalten. Störungen, die auf dem Leitungsweg entstehen, werden
eliminiert, indem die DI-Box aus einen unsymmetrischen Signal ein
symmetrisches macht. Vereinfacht ausgedrückt, macht die Schaltung über
einen Trafo in der Box aus einem einadrig abgeschirmten Kabel ein
zweiadriges, ein symmetrisches also. Daher findet man als Anschluss für
den Ausgang in der Regel auch eine XLR-Buchse, aber eine Stereo-Klinke
ist auch möglich.
Während das Gitarrenkabel also eine
Schwingung an die Box liefert, kommen aus ihr zwei getrennte
Schwingungen über das symmetrische Kabel raus. Aus der einen Störung auf
der Gitarrenschwingung werden zwei Störungen auf der doppelten Leitung,
die zum Mischpult geht. Am Mischpulteingang wird das symmetrierte Signal
durch einen Differenzverstärker wieder zusammengeführt, wobei eine der
beiden Schwingungen um 180 Grad phasengedreht wird. Für die Störung auf
dieser Schwingung bedeutet das, dass sie auch phasengedreht wird. So
haben wir eine (+)-Störung und eine (-)-Störung und folgerichtig löschen
sich beide aus.
Alle DI-Boxen haben meist zusätzlich einen Ground-Lift. Damit
kann man die Masseverbindung auftrennen. Wie das funktioniert, wurde
oben unter "Brummstörungen" schon beschreiben. Wenn also Keyboards und
Amps eine eigene Masseverbindung besitzen und ins Mischpult geführt
werden, so kann es - wie wir oben gesehen haben - zu massivem Gebrumm
kommen. Die Zwischenschaltung einer DI-Box mit Ground-Lift behebt diese
Problem schnell.
Löten
top
Beim Löten muss zunächst das Werkzeug stimmen. Da wir Musiker keine Dachrinnen verlöten wollen, sondern elektronische Bauteile, brauchen wir allenfalls einen Lötkolben mit einer Leistung von etwa 25-30 Watt. Noch besser ist natürlich eine regelbare Lötstation. Es ist darauf zu achten, dass der Kolben eine feine Dauerspitze hat.
Weiterhin benötigen wir Lötzinn. Eigentlich besteht es aus Zinn und Blei in einem Verhältnis von 40:60 oder 50:50. Gutes Lot hat eine Kolophoniumfüllung, die als Flussmittel dient. Weiteres Flussmittel ist also eigentlich nicht nötig, wenn überhaupt, muss es säurefrei sein!
Nun geht's ans Löten. Ein Kabel soll an einen Klinkenstecker, ein Bauteil auf eine Platine gelötet werden. Dazu muss man den Lötkolben anheizen. Versuchen, wann das Lot fließt! Dann wird der Kolben gleichzeitig mit dem Lot und dem Draht (oder Bauteil) an die Lötstelle gehalten. Das Lot muss dünnflüssig fließen und Lötstelle und Draht gleichmäßig umschließen. Beim Löten von elektronischen Bauteilen darf man den Lötkolben nicht zu lange an die Lötstelle halten, da sonst die empfindlichen Teile zerstört werden oder sich die Leiterbahnen von der Platine lösen. Beim Erkalten des Lotes darf man nicht mehr wackeln!
Zwischendurch immer mal die Lötspitze säubern! Bildet sich dort ein schwärzlicher Belag (Zunder), diesen mit einer kleinen Feile oder feinem Schmirgel entfernen und die Spitze neu verzinnen.
Schlechtes Löten führt zu "kalten" Lötstellen. Das kann zu fehlerhafter Signalübermittlung führen bis hin zum völligen Ausfall. Schon an einer kleinen Lötstelle kann die Funktion einer großen Anlage scheitern.
Kalte Lötstellen kann man kaum erkennen. Man kann sie durch Messen ermitteln. Wenn allerdings das Lot beim Löten ziemlich breiig verläuft und nach dem Erkalten matt aussieht, ist schon etwas faul.
Noch ein überaus wichtiger Tipp: Es ist sehr anzuraten, sich eine Vorrichtung zu schaffen, in die man kleine Bauteile (Stecker) beim Löten einspannen kann, sonst büßen es die Finger heftig. Den heißen Lötkolben auch nie neben sich auf den Tisch legen, sondern in eine Halterung stecken. Man greift sehr schnell daneben!
Aufbau der Anlage
top
Der Aufbau der Anlage - sei es im Übungsraum, sei es auf der Bühne – richtet sich nach den Gegebenheiten. Auch Profis improvisieren oft, etwa bei kleinen Klubauftritten, wo es einfach an Platz für größeres Equipment mangelt. Aufwändiges Monitoring ist da nicht möglich.
Im Übungsraum werden lediglich die Gesangsboxen mehr in Richtung Musiker gedreht. Aber Vorsicht, die Mikrofone müssen immer außerhalb des Abstrahlwinkels der Boxen stehen, sonst pfeift es. Der Schlagzeuger sitzt ohne Monitoranlage sinnvollerweise vor den Instrumentenverstärkern, sonst bekommt er nicht mit, was gespielt wird, da sein eigenes Instrument für ihn selbst schon sehr laut ist. Der Drummer muss hören, was vorgeht, andernfalls ist es mit dem Timing vorbei.
Ein Kleinmischpult (geeignet für den Übungsraum und Klubauftritte) kann noch bequem von einem Musiker oder Sänger mitbedient werden, weil die Anzahl der Kanäle gering ist. Aber es spricht eigentlich überhaupt nichts dagegen, von Anfang an auch Freunde zu beteiligen, die Spaß an der Technik haben, selbst aber nicht musizieren wollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man als Musiker dann weitgehend bei Aufbau und Anschluss der Anlage entlastet wird. Man kann sich mehr auf das Musikalische konzentrieren. Besonders wichtig ist es, mit dem Kabelsalat pfleglich umzugehen. Kabel sollten immer so verlegt werden, dass die Musiker nicht pausenlos darauf herumtreten. Bei allen elektrischen Anschlüssen und Kabeln besondere Sorgfalt walten lassen! Selbst gebastelte Mehrfachsteckdosen bringen es nicht, sie sind gefährlich. Steckdosenleisten und Verlängerungskabel sind zwar teuer, aber man schafft sie - wenn man sie richtig behandelt - ja nur einmal an.
Geht es dann raus aus dem Übungsraum und in größere Säle, so sieht es bei fortgeschrittenen Amateuren oft schon recht profimäßig aus. Dabei ist der Aufwand natürlich beträchtlich. Jedes einzelne Instrument wird über den Saalmischer geführt und von dort auf die PA gegeben. Das garantiert einen ausgewogenen Sound. Wichtig ist in diesem Fall eine gut abgestimmte Monitoranlage, die ebenfalls über den Mixer gesteuert wird (oder einen zweiten, kleineren). Das Schlagzeug wird mit mehreren Mikrofonen abgenommen (Bassdrum, Snare, Toms, Becken). Kabel werden wiederum weiträumig so verlegt, dass sie nicht stören. Elektrokabel möglichst nicht neben Tonleitungen verlegen! Ein Tipp noch für den Drummer: Ein alter Teppich, auf den man das Set aufbaut, garantiert Rutschfestigkeit und schont die Nerven beim Spielen.
Im Übungsraum
top
Einen Übungsraum braucht jede Band. Ein wichtiger Faktor zum Gelingen des Projektes! Es ist schon erstaunlich, wo man überall musizieren kann. In meiner aktiven Musikerzeit habe ich alles kennen gelernt, vom winzigen Heizungskeller über winterliche, ungeheizte Gemeinderäume bis zum Stadttheater mit allem Komfort. Zweimal habe ich für eine längere Bandphase größere Kellerräume hergerichtet, um sie einigermaßen schalldicht zu machen, was immer mit sehr viel Arbeit verbunden war.
Ideal für eine Band ist es natürlich, wenn ein Raum ausschließlich der Band zur Verfügung steht. In ihm kann die Anlage auf Dauer für die Übungssessions aufgebaut werden, das lästige Umräumen entfällt. In Jugenheimen oder Gemeindezentren ist dies nicht immer gegeben. Ein fester Raum schont Verstärker, Instrumente und Nerven. Ein solcher Raum kann ein einfacher Kellerraum sein, er muss natürlich ein wenig hergerichtet werden.
Bei glatten Wände aus Mauerwerk oder Kunststoff entstehen beim Üben viele Reflexionen durch die auftreffenden und zurückgeworfenen Schallwellen. Man erkennt das bei einem leeren Raum an dem halligen Eindruck, der entsteht, wenn man in die Hände klatscht (erster Test).
Wenn dieser Effekt auftritt, muss man dagegen etwas tun, sonst kann man es in dem Klangbrei, der entsteht, kaum aushalten. Von den früher sehr beliebten Eierkartons sehen wir einmal ab. Sie stauben zu und sind nur mühsam an den Wänden und Decken zu halten. Ein besseres Mittel, den Raum einigermaßen klangtrocken zu bekommen ist es, den Fußboden und die Wände mit Teppichen oder Teppichboden zu bedecken. Die kann man durch eine Sammelaktion beschaffen. Der Erfolg ist verblüffend. Die Schallwellen werden nun nicht mehr reflektiert, sondern von dem weichen Teppichmaterial absorbiert.
Wer keine Teppiche hat, kann auch Schaumgummi nehmen. Matten von 1 cm Dicke reichen schon. Steht viel Geld zur Verfügung, ist Spezialschaumstoff ideal, wie er in Tonstudios verwendet wird. Er hat viele kleine, pyramidenförmige Erhebungen, die dafür sorgen, dass regelmäßige Reflektionen - das ist der Halleindruck - nicht möglich sind.
Damit haben wir den Raum von Reflexionen befreit, man kann angenehm in ihm üben, ohne dass es lärmend wirkt. Allerdings wird der Raum durch solcherlei Maßnahmen nicht schalldicht. Und gerade das ist in vielen Fällen besonders wichtig, damit die Nachbarn nicht auf die Barrikaden gehen. Aber das ist ein schwieriges Problem. Man wird es ohnehin nicht schaffen, dass man die tiefen Bässe draußen oder im Haus nicht hört. Dazu müsste man einen zweiten Raum schwimmend in den Übungsraum einbauen. Zusätzlich wäre in ca. 1 m Abstand ringsum Wachstuch zu spannen, dann sind die Bässe ziemlich friedlich. Man kann aber durch bauliche Maßnahmen ein wenig zur Schallisolation zumindest der mittleren und hohen Frequenzen beitragen.
Dazu muss ringsum mit 10 cm Abstand (Wände und Decke) im Raum ein Holzgerüst aus Kanthölzern installiert werden, wobei die Kanthölzer Boden und Decke nicht direkt berühren dürfen, sondern auf elastischem Material (Gummi) stehen. Türen und Fenster müssen mit Rahmen sorgfältig umbaut werden.
In den Gerüstraum zwischen Holz und Wand wird nun Dämmstoff (gibt's im Baumarkt) gestopft. Dann schraubt man 10 mm starke Spanplatten auf die Kanthölzer.
Alternativ wären auch die gut dämmenden Rigips-Platten denkbar, die jedoch den
Nachteil haben, dass sie sehr schnell brechen. Einmal zu heftig anlehnen beim
Üben und die schöne Wand ist dahin.
Es entsteht also eine zweite Wand mit Abstand zur ersten. Die vorbereiteten Tür- und Fensteröffnungen werden entweder ebenfalls mit Zweittür und Zweitfenster oder mit Holzplatten entsprechender Größe versehen, sodass man sie gut öffnen und verschließen kann. Der Boden entsteht aus Trittschall dämpfenden Platten, auf die wiederum Verlegespanplatten gelegt werden. Auf diese Weise entsteht ein "neuer Raum" im alten.
Abschließend werden noch schallschluckende Maßnahmen wie oben beschrieben durchgeführt. Dieser Übungsraum ist zwar nicht absolut schalldicht, aber es macht doch eine Menge aus. Und es übt sich sehr entspannt in ihm. Am ehesten dringen noch die tiefen Frequenzen durch, weil die sich über das Mauerwerk übertragen oder durch Abflussrohre o.ä.. Gitarren, Gesang, Keyboards aber werden deutlich abgedämpft. Es hört sich alles so einfach an, aber wer sich für diese Maßnahme entscheidet, muss jede Menge Arbeit ertragen. Es lohnt sich wirklich nur, wenn es der Bandraum für eine längere Zeit oder dauerhaft wird.
Und noch ein Tipp: Kaum eine Band übt jeden Abend. Vielleicht könnt ihr euch mit einer befreundeten Gruppe den Übungsraum teilen und auch Anlagen-Sharing ausprobieren, was Kosten und Arbeit halbiert.
Sonstiges
top
Was eine Band sonst noch so braucht, wird sich immer erst in der Praxis herausstellen, weil einem immer etwas fehlt, gerade dann, wenn man es dringend benötigt. Auf Grund eigener Erfahrungswerte zum Schluss des Kapitels Bandanlage eine kleine, ungeordnete Aufstellung:
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Stimmgerät; ist eigentlich unbedingt nötig, um ausgedehnte Stimmorgien zu vermeiden; wird auch von Profis benutzt; sollte chromatisch ausgelegt sein; es ist dann möglich, Instrumente nach einem vorhandenen Klavier zu stimmen oder Gitarren auf Bundreinheit zu prüfen.
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Hallgerät; empfehlenswert, wenn die Band Sänger hat; es gibt heute digitale Stereogeräte zu absolut erschwinglichen Preisen und einer Klangqualität, die man vor wenigen Jahren noch ausschließlich in großen Tonstudios fand.
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Equaliser/Analyser; Geräte zur wirkungsvollen Änderung des Klanges bzw. zur Untersuchung des Frequenzverlaufs eines Klangbildes; beide Geräte sind nur sinnvoll in der Anschaffung, wenn eine Band oft in wechselnden Räumen oder Hallen auftritt; man kann damit akustische Mängel der Umgebung ein wenig ausgleichen und die PA dem Raum anpassen.
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Notenständer; sollten beim Üben immer dabei sein, mindestens für die Texte oder grobe Formverläufe der Musikstücke, wenn man nicht nach Noten spielt; selbst bei Auftritten sind Notenständer angesagt, weil es das Sicherheitsgefühl erhöht, wenn man mal aufs Blatt schauen kann. Was großen Orchestern recht ist, sollte einer Band billig sein.
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Gitarrenständer; wie oft kommt es vor, dass der Gitarrist mal eben seine Gitarre abstellt, die dann mit großem Getöse umfällt; Sicherheit geht vor; ein Gitarrenständer ist billig, ein abgebrochener Gitarrenhals teuer.
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Ersatzsaiten für Gitarre und Bass; sie reißen nicht unbedingt bei den lautesten Stücken.
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Ersatztrommelstöcke
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Ersatztrommelfelle
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Instrumentenkabel und -stecker aller Art, auch Ersatz
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Ersatzsicherungen für alle Verstärker; wenn eine Sicherung durchbrennt, nicht gleich eine neue eindrehen, sondern erst mal die Anlage überprüfen, ob etwas faul ist; ist absolut nichts zu entdecken, kann mit einer neuen Sicherung ein Versuch gestartet werden; falls die auch durchbrennt, ist der Verstärker defekt; keine neuen Versuche! Ich habe die Anlage auch immer vor unbefugter Benutzung gesichert, indem ich einfach die Sicherungen aus den Amps gedreht habe. Meist sind dort große amerikanische Sicherungen vertreten, die hat sowieso kein Mensch. Die gibt's aber in den großen Musikfachgeschäften.
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Tonbandgerät/Kassettenrekorder/DAT/Minidisk; sinnvoll, um ab und zu aufzunehmen, was gespielt und gesungen wird; gemeinsam abhören und Schwachstellen aufspüren!
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Mappen für jedes Bandmitglied zur Aufbewahrung von Texten, Noten, Notizen, Arrangements; ausreichende Kopienzahl in Reserve haften!
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Transportkoffer/-kisten/-kästen; falls die Band oft rumreist und woanders auftritt; Ordnung schont Nerven und Anlage.
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Eine richtige Band braucht schließlich auch noch eine Lichtanlage. Das Thema möchte ich aber hier vollkommen aussparen, einmal, weil es aus Kostengründen für eine Anfängerband kaum in Frage kommt, zum anderen, weil es so umfangreich ist, dass man darüber ein weitere Projekt machen kann.